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01. Juli 2026

Google

Google dreht wieder an den Stellschrauben im eigenen Werbesystem. Im Juni 2026 hat Google Ads gleich drei Änderungen an Bidding und Budgets angekündigt. Eine davon betrifft praktisch jede:n, der oder die mit Smart Bidding und einem fixen Budget arbeitet, und greift bereits ab dem 17. August 2026. Als SEA Agentur aus Zürich schauen wir uns an, was sich konkret ändert und was das für deine Google Ads Kampagnen bedeutet.

Inhalt

  1. Drei Updates, ein Announcement
  2. Smart Bidding Exploration: jetzt global verfügbar
  3. Promotion Mode (Beta): mehr Spielraum für Peak-Zeiten
  4. Die eigentliche Knacknuss: Bidding Target Optimization
  5. Was bedeutet das für dein Budget?
  6. Unser Rat als Media-Agentur
  7. Fazit
  8. FAQ
Eine Rakate startet in den Himmel, diese symolisiert das Wachstum dank der Optimierung der Google Accounts durch nova impact.

Drei Updates, ein Announcement

Ginny Marvin, Product Liaison bei Google Ads, hat die Neuerungen über LinkedIn und den Google Ads Blog verkündet. Drei Bausteine stecken im Update:

  • Smart Bidding Exploration wird auf Performance Max ohne Produktfeed global ausgerollt, für PMax mit Feed und für Shopping läuft es als Beta.
  • Promotion Mode startet als Beta für Search und Performance Max.
  • Bidding Target Optimization verändert ab dem 17. August 2026, wie budgetlimitierte Kampagnen mit Ziel-Strategien ausgesteuert werden.

Die ersten zwei Punkte erweitern bestehende Funktionen und erfordern keine sofortige Handlung. Der dritte Punkt hat ein echtes Datum und betrifft potenziell jede Kampagne, die «durch Budget eingeschränkt» läuft und auf Ziel-CPA oder Ziel-ROAS optimiert ist.

Smart Bidding Exploration: jetzt global verfügbar

Smart Bidding Exploration soll Kampagnen helfen, neue Suchanfragen und Zielgruppen zu finden, die ausserhalb des bisherigen Bidding-Korridors liegen. Über eine sogenannte ROAS-Toleranz legst du fest, um wie viel Prozent dein Ziel-ROAS kurzfristig unterschritten werden darf, um neue, potenziell konvertierende Nutzer:innen zu erreichen. Das Feature funktioniert laut Google am besten bei Kampagnen ohne Budget-Limit, was uns gleich zur nächsten Änderung führt.

Promotion Mode (Beta): mehr Spielraum für Peak-Zeiten

Mit Promotion Mode kannst du für definierte Zeiträume, etwa Sales, Produktlaunches oder saisonale Spitzen, temporär eine höhere ROAS-Toleranz und ein zusätzliches Tagesbudget hinterlegen. Das Feature ist aktuell als Beta für Search und Performance Max verfügbar, nicht für Shopping oder Display. Wer Zugang möchte, kann sich über das eigene Google Ads Account-Team melden.

Die eigentliche Knacknuss: Bidding Target Optimization

Hier wird es relevant für fast jedes Konto. Bisher gilt: Wenn eine Kampagne «durch Budget eingeschränkt» ist und gleichzeitig eine Ziel-Strategie wie Ziel-CPA oder Ziel-ROAS nutzt, kann sie ihr Ziel deutlich übertreffen. Klingt erstmal gut, führt aber dazu, dass die Performance bei einer Budgeterhöhung unvorhersehbar schwankt, weil das System dann plötzlich näher am tatsächlichen Ziel ausliefert.

Ab dem 17. August 2026 ändert Google genau das. Budgetlimitierte Kampagnen liefern dann konsistent auf den hinterlegten Ziel-CPA respektive Ziel-ROAS aus, unabhängig davon, wie das Budget angepasst wird. Das Beispiel von Google: Liegt dein Ziel-CPA bei CHF 10, deine tatsächliche Performance aber bei CHF 5, wird die Kampagne nach dem Update näher an CHF 10 ausliefern.

Wichtig: Hotel- und Display-Kampagnen laufen bereits heute nach der neuen Logik, hier ändert sich nichts. App-Kampagnen sowie Video-Reach- und Video-View-Kampagnen sind explizit nicht betroffen.

Was bedeutet das für dein Budget?

Die gute Nachricht zuerst: Dein Tages- und Monatsbudget bleibt das Maximum, das ausgegeben wird. Google verspricht, dass die Änderung nicht automatisch zu höherem Spend führt. Sie verändert lediglich, wie konsequent eine Kampagne ihr Ziel verfolgt.

Die Konsequenz: Wenn deine Kampagne bisher besser performt hat als hinterlegt, also einen tieferen CPA oder höheren ROAS erreicht hat als das gesetzte Ziel, kannst du nach dem 17. August eine spürbare Verschlechterung sehen, wenn du nichts unternimmst. Google selbst empfiehlt deshalb, betroffene Kampagnen vor dem Stichtag zu prüfen und die Ziele an die tatsächliche Performance anzupassen.

Ab dem 6. Juli 2026 will Google zusätzlich Benachrichtigungen direkt im Konto ausspielen, inklusive eines Bid Target Adjustment Tools, mit dem sich Ziele basierend auf der historischen Performance mit einem Klick anpassen lassen.

Unser Rat als Media-Agentur

Wer auf Ziel-Strategien mit Budget-Limit setzt, sollte vor dem 17. August folgende Punkte abarbeiten:

  • Status prüfen: Welche Kampagnen laufen aktuell unter «Durch Budget eingeschränkt»?
  • Performance abgleichen: Liegt der tatsächliche CPA oder ROAS deutlich unter respektive über dem hinterlegten Ziel?
  • Ziele aktualisieren: Wer die heutige, bessere Performance halten will, passt das Ziel entsprechend an. Der Bid Simulator hilft dabei, mögliche Effekte vorab zu modellieren.
  • Budget-Puffer einplanen: Wer maximale Effizienz innerhalb eines fixen Budgets will, sollte etwas Spielraum nach oben einplanen und nicht erwarten, dass das Tagesbudget immer komplett ausgeschöpft wird.
  • Geduld haben: Nach jeder Zieländerung empfiehlt Google, ein bis zwei Conversion-Zyklen abzuwarten, bevor man die Performance final bewertet.

Unsere Einschätzung: Das Update ist im Kern eine Transparenz-Massnahme. Bisher konnte eine Kampagne im Hintergrund deutlich profitabler laufen, als im Ziel hinterlegt, ohne dass das für Werbetreibende immer ersichtlich war. Wer seine Kampagnen ohnehin regelmässig auf Basis echter Performance-Daten steuert statt auf «Autopilot», dürfte kaum negative Überraschungen erleben. Wer Ziele jedoch seit Monaten nicht mehr angefasst hat, sollte jetzt aktiv werden.

Spannend wird das vor allem bei Multichannel-Formaten wie Performance Max, wo sich nach dem Update auch die Budgetverteilung zwischen den einzelnen Kanälen verschieben kann. Mehr zur Funktionsweise von PMax in Kombination mit Search findest du in unserem Blog-Beitrag «Das Google Power Pair: Buzzword oder Performance-Bringer?».

Fazit: Mehr Berechenbarkeit, aber aktive Anpassung nötig

Google rollt mit Smart Bidding Exploration, Promotion Mode und der Bidding Target Optimization drei unterschiedliche Stellschrauben gleichzeitig aus. Während die ersten beiden vor allem zusätzliche Möglichkeiten eröffnen, ist die dritte Änderung diejenige mit Stichtag und potenziellem Performance-Risiko. Bis zum 17. August 2026 lohnt sich ein Blick in alle budgetlimitierten Kampagnen mit Ziel-Strategie. Wer seine Ziele jetzt aktiv an die reale Performance anpasst, sollte die Umstellung ohne grosse Volatilität überstehen.

Du bist dir unsicher, ob und wie stark deine Google Ads Konten betroffen sind? Als Google Ads Agentur aus Zürich werfen wir gerne einen Blick auf deine Kampagnen-Struktur und Ziele. Melde dich über unser Kontaktformular, wir unterstützen dich gerne bei der Vorbereitung.

Benötigst du Hilfe beim anpassen Deiner Kampagne? Wir schauen uns das gerne gemeinsam an.

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FAQ

Autor

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Anna Gösling

Senior Digital Media Consultant +41 76 230 09 51 anna@novaimpact.ch
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