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02. Dezember 2025

Social Media

Wie kann man am effizientesten Reichweite auf LinkedIn generieren?

LinkedIn spielt längst nicht mehr jeden Beitrag an die ganze Community aus. Selbst engagierte Unternehmen erreichen ihre Follower heute nur noch selten allein mit organischen Posts.

Viele Unternehmen in der Schweiz stehen daher vor der Frage: Sollen sie mehr Ressourcen in organische Inhalte investieren oder das Budget für Werbung erhöhen? Aus unserer Erfahrung ist diese «Entweder-oder»-Haltung meist eine Sackgasse.

Social Media funktioniert als Zusammenspiel: Organische Inhalte schaffen Vertrauen, Nähe und Haltung. Paid Kampagnen sorgen dafür, dass genau die richtigen Menschen diese Inhalte zur richtigen Zeit sehen. Wenn beides gut ineinandergreift, entstehen Ergebnisse, die weder rein organisch noch rein paid erreichbar wären.

In diesem Beitrag möchten wir zeigen, wie Werbetreibende dieses Zusammenspiel explizit auf LinkedIn für sich nutzen können.

Linkedin Hand mit Daumen-hoch-Geste für das Bewerben von Linkedin Beiträgen um mehr Likes zu erhalten.

Inhaltsverzeichnis

  1. Der Markt-Check: Wer ist eigentlich auf LinkedIn?
  2. Das Fundament: Organische Reichweite 
  3. Der Turbo: Paid Media
  4. LinkedIn Beitrag bewerben: Die Synergie nutzen
  5. Fazit
  6. FAQ

1. Der Markt-Check: Wer ist eigentlich auf LinkedIn?

LinkedIn verzeichnet global über eine Milliarde Nutzer. Im DACH-Raum sind es fast 30 Millionen Nutzer. In der Schweiz nutzen über 6 Millionen Menschen die Plattform. Die Marktdurchdringung ist hoch. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern ist dies überdurchschnittlich viel.

Entscheidend ist dabei die Nutzerstruktur: LinkedIn fungiert in der Schweiz als digitales Netzwerk der Wirtschaft. Die Dichte an Entscheidungsträgern, sei dies von Inhabern, C-Level oder höherem Management, ist überdurchschnittlich hoch.

Das macht die Plattform zu einem wichtigen Kanal in der Online Marketing Strategie und vor allem für B2B-Kommunikation.

2. Das Fundament: Die Organische Reichweite (Vertrauen aufbauen)

Bevor du Mediabudget einsetzt, sollte die inhaltliche Basis stimmen. Bezahlte Reichweite verstärkt immer nur das, was bereits da ist. Wenn das Content Marketing keine Relevanz bietet, hilft auch mehr Sichtbarkeit wenig.

Zur Einordnung:

  • Organisch: Kostenlose Beiträge. Sie dienen dem Markenaufbau, der Information und der Awareness.
  • Paid: Bezahlte Anzeigen. Sie sichern die Ausspielung an definierte Zielgruppen.

Vier Faktoren stärken die organische Basis:

Konsistenz
Ein unregelmässiger Auftritt erschwert den Markenaufbau. Ein erkennbarer visueller und inhaltlicher Stil sorgt für Wiedererkennung.

Inhalte mit direktem Mehrwert «Zero-Click-Content»
Der LinkedIn-Algorithmus bevorzugt Inhalte, die den Nutzer auf der Plattform halten. Beiträge, die Informationen direkt im Feed liefern, erzielen oft höhere Reichweiten als solche, die nur Links teilen.

Community Management
Soziale Netzwerke basieren auf Dialog. Das Beantworten von Kommentaren und der Austausch auf der Plattform ist ein wesentlicher Teil. Es signalisiert Wertschätzung und fördert die Bindung zur Zielgruppe.

Corporate Influencing
Persönliche Profile von Mitarbeitenden erzielen häufig höhere Reichweiten als Unternehmensseiten. Menschen interagieren lieber mit Personen als mit Logos.

3. Der Turbo: Paid Media (Skalierung)

Organische Reichweite hat natürliche Grenzen. Wenn Du die Lead Generierung skalieren möchtest oder Personen erreicht werden müssen, die dein Unternehmen noch nicht kennen, ist der Einsatz von Paid Media oft sinnvoll. Dabei können unterschiedliche Formate eingesetzt werden.

Die wichtigsten Formate im Überblick:

  • Single Image Ads: Ein Bild kombiniert mit Text. Informativ und klar. Achte auf das korrekte LinkedIn Post Format.
  • Video Ads: Bewegtbild eignet sich gut, um komplexe Sachverhalte zu erklären oder Emotionen zu transportieren. Das LinkedIn Video Format wird vom Algorithmus oft stark ausgespielt.
  • Carousel Ads: Ermöglichen es, Themen oder Produkte in mehreren Schritten oder «Slides» darzustellen.
  • Document Ads: Hier können Nutzer ein PDF (z.B. ein Whitepaper) direkt im Feed lesen und herunterladen. Effizient für Leads.
  • Event Ads: Ermöglichen die einfache Bewerbung eines Events. Damit erhöhen Sie die Reichweite Deiner LinkedIn-Veranstaltung und generieren Anmeldungen direkt über die Plattform.

4. LinkedIn Beitrag bewerben: Die Synergie nutzen

Anstatt immer neue Anzeigen zu erstellen, kannst du auch bestehende organische Inhalte nutzen und mit Budget verstärken. Wenn du einen LinkedIn Beitrag bewirbst, spielst du einen bereits veröffentlichten Post an eine definierte Zielgruppe aus. Das wirkt oft authentischer als eine klassische Werbeanzeige. 

So bewirbst du einen Post:

Der schnelle Weg «Sponsern«-Button:

Klicke direkt beim Beitrag auf den Button «Sponsern». Das ist ideal, um unkompliziert Reichweite oder Interaktionen zu generieren, bietet aber eingeschränkte Targeting-Optionen. Zusätzlich eignet sich dieser Weg besonders, wenn eine schnelle Umsetzung ohne lange Vorbereitung erforderlich ist.

Der Profi-Weg geht über den Campaign Manager:

Erstelle im Werbekonto eine neue Kampagne. Wähle im Bereich der Anzeigenerstellung statt «Neue Anzeige erstellen» die Option «Vorhandenen Inhalt durchsuchen» (Browse existing content). Dort wählst du deinen Post aus. Dieser Weg erlaubt dir ein wesentlich präziseres Targeting und besseres Conversion-Tracking.

Was sind LinkedIn Thought Leader Ads?

Noch interessanter als das Boosten von organischen Unternehmensposts sind «Thought Leader Ads». Bei diesen können Unternehmen auch die Posts von Mitarbeitenden bewerben, sofern diese dies freigeben. Das hat den Vorteil, dass der Absender eine Person, nicht ein Unternehmen, ist, was die Glaubwürdigkeit erhöht. Das ist oft effektiver als reine Markenkommunikation auf dem Unternehmensprofil. Unsere Erfahrungen mit Thought Leader Ads findest du in unserem Blogartikel dazu.

Bonus: Neu bietet LinkedIn auch Thought Leader Ads speziell für Events an. Dies kann deinem Event noch mehr Teilnehmer bescheren.

Welche Formate eignen sich?

Technisch funktionieren Bilder (Single Images) und Videos am besten. Bei Umfragen oder komplexen PDF-Carousels gibt es beim Bewerben teilweise technische Einschränkungen.

Worauf Du achten solltest:

  • Auswahl der Beiträge: Bewerbe vorzugsweise Posts, die organisch bereits Reaktionen gezeigt haben. Das ist ein Indikator für Relevanz.
  • Zielsetzung: Definiere das Ziel. Geht es um Interaktion (Engagement) oder Bekanntheit? Für direkte Leads ist der Campaign Manager oft besser geeignet.
  • Sprachregionen: In der Schweiz ist das Sprach-Targeting wichtig. Trenne Kampagnen nach Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch, um Streuverluste zu vermeiden.
  • Weiterführende Strategie: Nutze die Interaktionen auf beworbene Beiträge für Retargeting-Kampagnen (z.B. InMail Message Ads), um die Conversion Wahrscheinlichkeit zu erhöhen.

Fazit: Ein Mix aus Organisch & Paid ist ein Dreamteam

Ein wirkungsvolles LinkedIn-Setup beginnt immer mit einer klaren Zielsetzung. Erst wenn klar ist, wohin die Reise führen soll, zeigt sich, wie stark organische Inhalte oder Paid Massnahmen gewichtet werden müssen.

In unserer Erfahrung wirkt eine integrierte Strategie am stärksten: Organic baut langfristig Vertrauen auf, Paid Media sorgt für die nötige Reichweite bei Entscheidungsträgern – gerade in der Schweiz ein echter Hebel. Besonders sinnvoll ist es, gezielt jene Beiträge zu bewerben, die organisch bereits Resonanz gezeigt haben, statt das Budget breit zu streuen. Wer beides klug kombiniert, nutzt das volle Potenzial von LinkedIn und schafft eine Präsenz, die nachhaltig wirkt.

Du möchtest deine Strategie überprüfen? Als Online Marketing Agentur aus Zürich mit Fokus auf Lead Generierung unterstützen wir dich gerne bei der Analyse. Wir prüfen dein Setup von der Content Strategie bis zur Marketing Automation und zeigen auf, wo Optimierungspotenzial besteht.

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FAQ

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Fabio Henggeler

Senior Digital Experience Consultant +41 78 249 26 15 fabio@novaimpact.ch
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